Ich wurde geboren und lebe.
Das ist die Kurzversion. Nachfolgend die ausführliche Variante für alle, die mehr Zeit zum Lesen haben.
Bilder von mir gibt's auch: stehend, sitzend und guckend.
1972:
Olympische Sommerspiele in München. Deutschland wird Fußball-Europameister. Ich wurde geboren.
1992:
Der VfB Stuttgart wird Deutscher Fußballmeister. Deutschland verliert das EM-Finale gegen Dänemark 2:0. Ich mache Abitur (erfolgreich), danach Zivildienst in der ambulante Alten- und Krankenpflege.
1993:
Der zweite Transneptun-Asteroid wird entdeckt. Ich bin schwer beeindruckt und beginne ein Studium in Hannover mit den Fächern Medienwissenschaft, Kommunikationsforschung und Musikwissenschaft.
1996:
Das Ununbium wird entdeckt. Hab ich aufgrund eines Auslandssemesters in Örebro (Schweden) leider nicht mitbekommen.
1997-1998:
Friedvolles Praktikum in Amherst / Massachusetts beim Peace Development Fund (die heißen wirklich so), mehrmonatige Aufenthalte in New York City und Sankt Petersburg (Russland) zur Recherche und Vervollkommnung meiner Diplomarbeit "The Immigrant Ethnic Press of the United States - Development and Analysis"
1999:
Wegen meiner internationalen Bemühungen um das Wohl der Immigrantenpresse darf ich mich jetzt "Diplom-Medienwissenschaftler" nennen. Ich beginne eine "anständige Arbeit" (Zitat Mama) bei einer sehr kleinen sehr hippen Firma, die Webshops programmiert. Heute bin ich immer noch da, die Firma ist jetzt sehr groß und sehr hip.
2005:
Peter Lustig geht in Rente. Um dem dadurch drohenden intellektuellen Verfall unserer Jugend entgegenzutreten werde ich Lehrbeauftragter an Europas größter Medienhochschule.
2006:
Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Die Nation ist aus dem Häuschen. Ich auch, denn ich steige bei der Band Canary ein.
2008:
Die Walnuss wird "Baum des Jahres" und die erste CD mit Canary erscheint: "When the rain is gone".
2009:
Nach jahrelangem unkoordinierten Klaviergeklimper in Aufnahmepausen, während unzähliger Soundchecks, beim Auf- und Abbau von Canary-PA-Gerümpel, auf Familienfeiern, Hochzeiten, in leergefegten Kneipen oder einfach nur so zur mentalen Entspannung fällt mir auf, dass man daraus ja was machen könnte - barlux wird geboren.
2010:
Barlux startet durch. Wollte immer schon von Donnerstag bis Sonntag in Kneipen abhängen. Jetzt krieg ich auch noch Geld dafür. Das Finanzamt und ich freuen uns.
2011:
Mit knapp 40 von Donnerstag bis Sonntag in Kneipen abhängen strengt mehr an als mit knapp 20. Weniger Auftritte, neue Projekte - die Musik wird ein bisschen runtergefahren.